Gravierende PHP-Lücke: Kommunen und Behörden schalten Dienste ab
Eine schwere Sicherheitslücke in der PHP-Umgebung bedroht Webseiten weltweit: Angreifer können darüber Schadcode auf Servern ausführen. Mehrere Kommunen und Behörden haben deshalb Online-Angebote vorübergehend vom Netz genommen.
Hintergrund
PHP läuft auf einem großen Teil aller Webserver, etwa unter WordPress und vielen Behördenportalen. Lücken, die Codeausführung „aus der Ferne“ erlauben, gelten als die gefährlichste Kategorie. Wer selbst Webseiten betreibt, sollte die Hinweise seines Hosters oder der Distribution verfolgen und Updates sofort einspielen.
Die CVE-Nummer und betroffene PHP-Versionen gingen aus dem gefundenen Bericht nicht klar hervor; das habe ich nicht gegengeprüft. Auch das österreichische Bildungsministerium meldete am 21. Oktober, dass einige Webseiten „aufgrund einer Sicherheitslücke“ zeitweise nicht erreichbar waren. Ob es dieselbe Lücke war, ist nicht belegt.
Quellen: onvista · heise security
Python 3.15 ist seit zwei Wochen da
Die stabile Version Python 3.15.0 ist am 9. Oktober erschienen, gut eine Woche später als ursprünglich geplant. Die wichtigste Änderung für den Alltag: UTF-8 ist jetzt standardmäßig die Zeichenkodierung, auch unter Windows.
Hintergrund
Weitere Neuerungen laut offiziellen Release-Notes: ein eingebauter Sentinel-Typ (PEP 661) und Entpacken direkt in Comprehensions (PEP 798). Sekundärquellen nennen zusätzlich „lazy imports“, einen frozendict-Typ und einen schnelleren JIT-Compiler.
Ursprünglich war der 1. Oktober als Termin vorgesehen (PEP 790); ein dritter Release Candidate hat ihn verschoben. Manche Blogs nennen deshalb noch das alte Datum. Unterstützt wird 3.15 bis Oktober 2031.
Quellen: python.org · endoflife.ai
PostgreSQL 14 bekommt ab 12. November keine Fixes mehr
Wer noch PostgreSQL 14 betreibt, hat drei Wochen Zeit: Am 12. November 2026 endet der Support, danach gibt es keine Sicherheitsupdates mehr. PostgreSQL 19 war für September angekündigt; die letzte Beta (Beta 3) erschien am 13. August zusammen mit Updates, die 28 Sicherheitslücken schlossen.
Hintergrund
PostgreSQL pflegt jede Hauptversion fünf Jahre lang. Ein Upgrade über mehrere Versionen hinweg (etwa 14 auf 18) ist mit pg_upgrade meist schnell erledigt, sollte aber vorher an einer Kopie getestet werden.
Ob PostgreSQL 19 inzwischen final erschienen ist, konnte ich in den Suchergebnissen nicht bestätigen. Bitte auf postgresql.org nachsehen.
Quellen: versionlog · postgresql.org
Nvidia schließt 114 Lücken, eine davon fast mit Höchstwertung
Nvidia hat Treiber- und Software-Updates für Windows und Linux veröffentlicht, die 114 Schwachstellen beheben. Die kritischste (CVE-2026-47574) betrifft den Virtual GPU Manager unter Linux und erhält 9,9 von 10 Punkten auf der CVSS-Skala.
Hintergrund
Betroffen sind vor allem Server mit virtualisierten Grafikkarten, wie sie in Rechenzentren für KI-Anwendungen stehen. Für normale Gaming-PCs ist das Grafiktreiber-Update trotzdem empfehlenswert. Die Updates liegen laut Bericht vom 19. Oktober bereits einige Tage zurück.
Quelle: IT Magazine
Apple: neue App-Store-Bedingungen und eine geschlossene Grafiklücke
Apple hat seine App-Store-Bedingungen geändert, wie heise am 21. Oktober berichtete. Zuvor hatte der Konzern mit Updates für macOS Tahoe und Sequoia die Lücke CVE-2026-86950 in CoreGraphics geschlossen, die laut Apple für sehr gezielte Angriffe auf ältere iOS-Versionen genutzt worden war.
Hintergrund
Was sich an den App-Store-Bedingungen konkret ändert, ging aus den Suchergebnissen nicht hervor. Eine neue Sicherheitsmeldung von Apple speziell vom 21. Oktober habe ich nicht gefunden.
Quellen: heise Newsticker · Borncity